Über Mich:
Wer hinter dein zufriedenes Tier steht!
Ich bin Juliette Schütt, Jahrgang 1983 und Tiere begleiten mich nicht nur beruflich, sondern auch privat schon mein ganzes Leben!
Mein Leben mit Tieren
Dank meiner Eltern durfte ich bereits mit drei Jahren im Urlaub zum ersten Mal auf einem Pony sitzen – und von diesem Moment an gehörte mein Herz den Pferden. Wieder zu Hause ließ ich meinem Vater keine Ruhe, bis er eine Möglichkeit fand, diesen Traum weiterleben zu lassen.
In der Nähe gab es eine Reitschule, in der man Ponys ausleihen konnte. So verbrachten wir viele Stunden gemeinsam im Wald am Turmberg: Mein Vater zu Fuß – zum Glück hatte er als aktiver Handballer eine ausgezeichnete Kondition – und ich auf Pepe, Tirza, Pünktchen, Micky oder Fury.
Mit sechs Jahren durfte ich zum ersten Mal alleine mit meiner Reitlehrerin ausreiten und kurze Zeit später sogar in der Gruppe. Als die damalige Reitanlage umzog, fanden wir schließlich in Durlach eine neue Reitschule. Dort betrieben Herr und Frau Rösgen einen Reitbetrieb, in dem ich das Reiten von Grund auf lernen durfte.
Diese Zeit hat mich bis heute geprägt. Es wurde großen Wert auf einen respektvollen und verantwortungsvollen Umgang mit den Pferden gelegt – manchmal streng, aber immer fair. Das Wohl des Pferdes stand stets an erster Stelle. Dafür bin ich Familie Rösgen bis heute dankbar.
Vor allem aber für das größte Geschenk meines Lebens: Katinka.
Katinka war eine wunderschöne braune Welsh-Araber-Mix-Stute mit viel Temperament und einer Ausstrahlung, die jeden sofort in ihren Bann zog. Sie war Schulpferd – und vom ersten Augenblick an meine große Liebe.
Mit acht Jahren veränderte sich mein Leben plötzlich. Trotz Impfung erkrankte ich an Masern und erlitt anschließend eine zunächst unerkannte Hirnentzündung. Zurück blieben starke Panikattacken. Heute weiß ich, dass es deutlich schlimmer hätte ausgehen können. Doch als Kind verstand ich nur, dass plötzlich nichts mehr war wie vorher.
Ich traute mich kaum noch allein irgendwohin. Nur bei Kati fühlte ich mich sicher. Sie gab mir Mut und war für mich da, wenn niemand meine Ängste wirklich verstand. Bei ihr konnte ich einfach ich sein. Sie schenkte mir die Kraft, Herausforderungen anzunehmen und daran zu wachsen.
Familie Rösgen zog zurück in ihre Heimat und lies Katinka hier, sie blieb weiterhin Schulpferd bei den neuen Besitzern. Als ich 13 Jahre alt war, sollte sie verkauft werden. Meine Eltern beschlossen, sie zu kaufen. Sogar mein Bruder unterstützte mich und streckte mir sein Konfirmationsgeld vor, das ich ihm später von meinem eigenen Konfirmationsgeld zurückzahlte.
Rückblickend war das eine der wichtigsten Entscheidungen meines Lebens.
Ich war bei vielen Therapeuten. Doch wenn ich heute ehrlich bin, war es Katinka, die mir gezeigt hat, wie ich meinen Weg durchs Leben finden kann. Größtenteils dank ihr sind die Panikattacken heute kein Problem mehr für mich. Sie lehrte mich Mut, Verantwortung und Durchhaltevermögen. Sie zeigte mir, wie wichtig es ist, auf kleine Signale zu achten – bei sich selbst und bei anderen Lebewesen.
Unzählige Stunden verbrachte ich einfach bei ihr im Stall. Oft saß ich still in ihrer Box und beobachtete sie. Wer einmal eine so enge Verbindung zu einem Tier erlebt hat, weiß, wie viel Kraft, Trost und Lebensfreude Tiere schenken können.
Katinka begleitete mich viele Jahre und bereicherte mein Leben jeden einzelnen Tag – in guten wie in schweren Zeiten. Im Jahr 2015 musste ich sie im Alter von 36 Jahren auf ihrem letzten Weg begleiten. Manchmal denke ich, sie wusste, dass ich nun wieder mit beiden Beinen fest im Leben stand und sie gehen konnte. Für alles, was sie mir gegeben hat, werde ich ihr mein Leben lang dankbar sein.

Mit 21 Jahren erfüllten mir meine Eltern einen weiteren Traum: Robin Hood.
Er war jung, unerfahren und konnte noch nicht viel. Doch es war Liebe auf den ersten Ritt. Da wir inzwischen in einem Selbstversorgerstall standen, wurde vieles etwas bezahlbarer, und so begann ein neues Kapitel meines Lebens.
Robin zeigte mir, dass die Liebe zu einem Tier manchmal bedeutet, auf andere Dinge zu verzichten. Er hatte viele gesundheitliche Probleme, war aber ein unglaublicher Kämpfer. Auf Turnieren gab er immer alles für mich und wir konnten beweisen das mein Glaube an ihn - als alle mir sagten ich soll ihn wieder hergeben – berechtigt war. Trotzdem kam irgendwann der Moment, an dem ich mich entscheiden musste: Turniersport oder ein gemeinsames Leben mit ihm als Frührentner.
Ich entschied mich für ihn.
Diese Entscheidung fiel mir nicht leicht, aber ich habe sie nie bereut. Unsere Verbindung war geprägt von tiefem Vertrauen. Gemeinsam gingen wir durch Klinikaufenthalte, schwierige Behandlungen und viele Herausforderungen. Als Team waren wir unschlagbar.
Den Verlust von seiner geleibten Katinka verkraftete Robin nur schwer und wurde kurz darauf schwer krank. Drei Jahre lang kämpften wir gemeinsam weiter, bis ich wusste, dass die Zeit gekommen war, ihn zu ihr gehen zu lassen.
Auch das gehört zur Verantwortung gegenüber einem Tier: Es ein Leben lang zu begleiten – und es auf seinem letzten Weg nicht allein zu lassen.

Mara meine Herzenskatze
Nur einen Tag bevor ich Robi auf seinem letzten Weg begleiten musste, trat meine Katze Mara in mein Leben.
Gemeinsam mit ihren drei Kitten tauchte sie plötzlich in unserem Garten auf – wild, scheu und laut Aussage vieler Menschen „nicht vermittelbar“. Während ich mich darauf vorbereitete, von einem meiner wichtigsten Wegbegleiter Abschied zu nehmen, begann gleichzeitig eine neue Geschichte.
Heute ist Mara der Mittelpunkt meines Lebens und schläft nachts in meinem Bett. Von ihrer anfänglichen Wildheit ist kaum etwas geblieben. Ihr Vertrauen zu gewinnen, hat viel Geduld gebraucht. Gerade deshalb bedeutet es mir umso mehr. Auch mit ihr gehe ich durch gesundheitlich schwierige Zeiten. Und wie so oft habe ich dabei gelernt, dass eine tiefe Verbindung nicht dadurch entsteht, dass alles einfach ist, sondern dadurch, dass man Herausforderungen gemeinsam meistert.

Alle Tiere die ich im Leben kennengelernt habe, bleiben in meinem Herzen.
Natürlich gab und gibt es noch viele weitere besondere Tiere in meinem Leben. Alle Namen hier zu nennen wäre kaum möglich, doch einige haben mich besonders geprägt.
Dazu gehören zahlreiche Pferde und Ponys wie Grisou, Felix, Kolumbo, Lester, Ricco, Akate, Bruno, Sissy, Tina, Pasi, Colentino, Püppi, Schnuff, Loui, Tordi und Lilly, ebenso wie unsere Hasen Hoppel und Wuschel sowie unsere Katze Minka, die eines Tages einfach in unserem Schuppen auftauchte und beschloss zu bleiben. Leider musste sie aber nur wenige Monate nach Kati wegen Nierenversagen auch gehen. Die Katzen Luna und Bella und auch Hunde wie Bodo, Trixi, Mirco, Finch, Taison, Jack, Sid, Murffy, Vladi, Sissy, Chipsy, Bella, Penny und noch so viele mehr gehörten oder gehören mit ihren unterschiedlichen Geschichten und Charakteren zu meinem Leben.
Doch die drei größten Kapitel meines Lebens trugen die Namen Kati und Robi und Mara.
Katinka schenkte mir Halt in einer Zeit, in der meine Welt aus den Fugen geraten war. Robin begleitete mich auf meinem Weg ins Erwachsenenleben und zeigte mir, was Verantwortung, Loyalität und bedingungslose Freundschaft bedeuten und Mara führt das, was beide begonnen haben weiter.
Jedes Tier, das Teil meines Lebens war oder noch wird, hinterlässt seinen eigenen Pfotenabdruck in meinem Herzen. Jedes von ihnen hat mich etwas gelehrt, mich geprägt und ein Stück auf meinem Weg begleitet.
Wenn ich heute auf mein bisheriges Leben zurückblicke, dann bin ich unendlich dankbar für all diese Begegnungen.
Denn Tiere bereichern unser Leben nicht nur – sie verändern es. Oft auf eine Weise, die man erst viele Jahre später wirklich versteht.













